San Juan, Schönheit und Härte der Wüste Argentiniens:
Eine Reise zu sich selbst und anderen
Lernen Sie das touristisch wenig erschlossene San Juan kennen und leisten Sie Hilfe zur Selbsthilfe in La Planta, einem Dorf auf Halde - die beste Art, sich Land und Leuten zu nähern
Wir nehmen Sie mit auf Entdeckungsreise in ein touristisch wenig erschlossenes Gebiet in Argentinien. Der Provinz San Juan im Nordwesten Argentiniens widmen Reiseführer zumeist nur wenige Absätze. Zu Unrecht. San Juan ist eine Wüstenregion voller Reichtümer. Der Kontrast zwischen der trockenen Wüste und Leben in den Oasen, zwischen den schneebedeckten, über 6.000 Meter hohen Anden und den vom Wind geformten, vielfarbigen Felsen der Voranden berühren die Seele. Die Kargheit und Schlichtheit der Wüste befreien das Leben von Ballast und reduzieren wieder aufs Essenzielle. Lassen Sie in neun Tagen die verschiedenen Facetten der Wüste auf sich wirken und widmen Sie einen Tag der Hilfe, der Sie in engsten Kontakt mit Anwohnern und deren Leben führen wird.
Denn San Juan ist nicht nur eine Region voller Reichtümer. Ein Reichtum unter seiner Erde, Gold, hat bedrückende Armut hervorgerufen. Im Dorf La Planta wurde vor 40 Jahren das Metall gewaschen. Die giftigen Halden liegen noch heute dort. Es stinkt entsetzlich und die Tiere, die Wasser in der Nähe der Halden trinken, sterben. Die ehemaligen Arbeiter der Mine blieben völlig mittellos zurück, als die Betreiber das Projekt verließen und Strom und Wasser abstellten. In ihrer Not brannten sich die rund 40 Familien Ziegel aus dem Goldabraum und errichteten damit ihre Häuser direkt neben den giftigen, roten Hügeln. (weitere Informationen hier)
Fünf Prozent Ihres Reisepreises werden dafür verwendet, dem Dorf mit Materialien Hilfe zur Selbsthilfe zukommen zu lassen. Das kann ein Zaun sein, der um die giftigen Halden errichtet wird, damit die Tiere dort nicht mehr trinken, das können Brunnenlöcher sein oder Wellbleche für die Dächer. In einer Versammlung beschließen die Bewohner des Dorfes, was sie am nötigsten brauchen. Gemeinsam mit ihnen wird dann Ihre Spende zur Realität. Wir bringen das Material mit und errichten, was nötig ist.
Der Kontakt nach La Planta wird vom Sanjuanino Ricardo Vargas hergestellt, der seit Jahren im Umweltschutz im Zusammenhang mit dem Goldbergbau tätig ist. Er kennt wie kein anderer seine Provinz und ihre Leute und öffnet gerne Reisenden die Tür zu seiner Heimat. Es sind die Details bei der Reisegestaltung, durch die Sie sich in keinem Moment als Fremder fühlen werden. Denn zusätzlich baut Ihnen die Südamerikakorrespondentin Antje Krüger mit ihren Kenntnissen der argentinischen und deutschen Kultur als Dolmetscherin die Brücke zwischen Ihnen und den Anwohnern vor Ort. Beide Reiseleiter engagieren sich schon lange für den Erhalt des Ökosystems Wüste und den nachhaltigen Umgang mit ihren Ressourcen.
1. Reiseverlauf
2. Enthaltene Leistungen
3. Termine und Preise
4. Besonderheiten
1. Reiseverlauf
Ankunft in Mendoza, Transfer nach San Juan
1. Tag: Wir holen Sie bei Ihrer Ankunft in Mendoza ab und fahren nach San Juan. Sie haben die Möglichkeit eines Stadtbummels, der Ihnen beim Akklimatisieren hilft. Bei einem gemeinsamen Abendessen stellen sich die Reiseleiter vor und besprechen wir den Reiseverlauf und den Arbeitseinsatz.
Erstes Treffen in La Planta
2. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir ins Dorf La Planta. Bevor wir dort ankommen, halten wir bei der Difunta Correa, einer vom Volk gekürten Heiligen, die auf ihrem Weg durch die Wüste verstarb, aber ihr Kind am Busen nährte, sowie bei San Expedito, einem Heiligen, der unmögliche Wünsche erfüllt. Hier erhalten Sie einen Einblick in die Glaubenskultur, die im harschen Wüstenklima den Menschen nicht nur Halt gibt. Sie steht symbolisch dafür, dass man selbst im Nichts der Wüste viel erreichen kann. Nach einem Mittagessen kommen wir in La Planta an. Sie werden im Dorf begrüßt und vor Ort mit den Begebenheiten und der Geschichte von La Planta bekannt gemacht. So lernen sich alle Beteiligten am Projekt kennen. Unterkunft beziehen wir in Astica, einem Dorf in der Nähe.
Arbeitseinsatz in La Planta
3. Tag: Dieser Tag gehört Ihnen und den Menschen in La Planta. Gemeinsam stellen Sie sich den Aufgaben, die am dringendsten zur Verbesserung der Lebensumstände in La Planta nötig sind. Sie sehen so direkt vor Ort, wofür Ihr Geld verwendet wird und erleben das Resultat. Wir übernachten wieder in Astica.
Valle Fértil
4. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir ins Valle Fértil (Fruchtbares Tal). Hier kommen Sie in der landschaftlich sehr reizvollen Region La Majadita in der Posada „La Media Luna“ direkt am Fluss unter, der das grüne Tal von der Halbwüste trennt. Gemeinsam bereiten wir ein Asado zu, das typische gegrillte Fleisch in Argentinien. Berühmt in San Juan ist Chivito, Zicklein. Im Lehmofen werden währenddessen Empanadas, gefüllte Teigtaschen, gebacken. Für die Vegetarier wird selbstverständlich auch gesorgt. La Media Luna ist ein Ort der Stille und des Kontrastes zu La Planta. Ein Ort zum Ankommen und Reflektieren.
Valle Fértil und der Nationalpark Ischigualasto
5. Tag: Den Vormittag können Sie nach eigenem Ermessen die Oase und die sie umgebene Wüste kennenlernen. Ein Reitausflug oder ein Spaziergang durch das Valle Fértil mit seinen diversen Kakteenarten, mit Papageien und Kolibris sind ebenso möglich wie das Ausspannen am leise dahin plätschernden Fluss, während der typische Matetee die Runde macht. Am Nachmittag besuchen wir den Nationalpark Ischigualasto. Absolute Trockenheit kennzeichnet das Mondtal von Ischigualasto, das geologische Kuriositäten aufweist, für die es bis heute keine Erklärung gibt. Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Die Landschaft ist geprägt von Wüstenformen, die der Wind schuf. Einst zogen Dinosaurier durch das Gebiet, wie zahlreiche Knochenfunde beweisen. Diese faszinierende Landschaft wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
San Juan
6. Tag: Wir kehren zurück in die Hauptstadt der Provinz. Hier lernen Sie den Stausee Ullum kennen und erfahren mehr über das Bewässerungssystem, das diese Wüste zu einem der besten Weinanbaugebiete Argentiniens macht, was Sie auch gleich am Abend bei einem gemeinsamen Essen mit Weinverköstigung in einem Weinkeller probieren können.
Barreal und El Alcazar
7. Tag: Nach dem Frühstück fahren wir los Richtung Nordwesten. Der Weg führt durch trockenste Gebiete, bis er sich in ein weites Tal öffnet, das den Blick über den Fluss San Juan bis hin zu den 6.000 Meter hohen Anden frei gibt – ein unvergleichliches Panorama. Bevor wir in Barreal ankommen, halten wir bei den vom Wind geschliffenen Felsformationen aus verschieden farbigem Gestein, dem Berg Alcazar, dessen Sedimente aus dem Mesozoikum stammen. Er gehört zu den geschützten Naturdenkmalen in San Juan. Die Oase Barreal dann liegt malerisch zwischen den Hohen Anden mit ewigem Eis und den roten, trockenen Bergen der Voranden.
Der Nationalpark El Leoncito
8. Tag: Genießen Sie Ihr Frühstück in Barreal mit Blick auf Wüste, Oase und Berge. Am Nachmittag fahren wir in den Nationalpark El Leoncito. Zuvor halten wir in Barreal Blanco, einer 14 km breiten und 5 km langen trockenen und völlig geraden, weißen Fläche, auf der sich einst ein See befand. Im Hintergrund ragen die schneebedeckten Anden auf, ein Anblick, der seinesgleichen sucht. Im Nationalpark El Leoncito wir bis zum Einbruch der Dunkelheit und besuchen dann das Observatorium CASLEO. Die Luft von Barreal ist für ihre extreme Reinheit bekannt, die eine atemberaubende Sicht in den Sternenhimmel ermöglicht.
Barreal
9. Tag: Die Finca Las Tamberías liegt auf der anderen Flussseite, Barreal gegenüber. Beim Bauern Chacho Yanzón erhalten Sie Einblicke in das Landleben, die Arbeitsweise und Traditionen der Gauchos, wie es sich in den Oasen von San Juan seit Jahrhunderten entwickelt hat. Der Nachmittag steht Ihnen in Barreal zur freien Verfügung. Sie haben die Möglichkeit, die Umgebung zu Pferd oder mit dem Fahrrad zu erkunden oder einfach in der friedlichen Landschaft auszuspannen.
Transfer nach Mendoza
10. Tag: Wir verabschieden uns von Barreal und fahren nach Mendoza auf einer landschaftlich extrem reizvollen Strecke. Rechts von der Straße ziehen noch einmal die höchsten Gipfel der Anden, unter ihnen der Berg Mercedario (6.770 Meter) an uns vorbei. In Mendoza bringen wir Sie zum Flughafen und verabschieden uns.
(Sie haben die Möglichkeit, Ihren Urlaub individuell zu verlängern.)
Ankunft
11. Tag: Ankunft in Deutschland
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2. Enthaltene Leistungen
* Langstreckenflug nach Mendoza
* 9 Übernachtungen im Doppelzimmer. Gepflegte Mittelklasseunterkünfte unterschiedlichster Art: Hotels, Hosterías, koloniale Landgüter, Bungalows mit Doppelzimmern und gemeinsamen Bad, schlichte Unterkunft beim Arbeitseinsatz
* Verpflegung: Halbpension
* Wir führen immer eine Kühltruhe mit Wasser, Saft und kleinen Snacks mit. Der typische Matetee aus der Kalebasse fehlt nie.
* orts- und themenkundige Reiseleitung aus San Juan und deutsche Dolmetscherin (nähere Informationen auf unserer Website)
* Flughafentransfer am ersten und letzten Tag
* Transport in privatem Kleinbus/Jeep
* Eintrittsgelder für die im Programm vorgesehenen Besichtigungen
3. Termine und Preise
* 27.10. – 06.11.2010
* 08.11. – 17.11.2010
* 21.11. – 30.11.2010
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3190,00 Euro
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Einzelzimmerzuschlag Kann nicht durchgängig garantiert werden. |
80,00 Euro |
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4. Besonderheiten
* Mindestteilnehmerzahl: 4
* Maximale Teilnehmerzahl: 18
Programmänderungen vorbehalten
Nicht enthaltene Leistung:
* Flughafengebühr bei der Ausreise aus Argentinien
* als Möglichkeit gekennzeichnete Aktivitäten
* nicht in der Halbpension enthaltene Mahlzeiten, Trinkgelder, alkoholische Getränke
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